Guillaume Musso: Ein Engel im Winter

An sich könnte das Thema des Buchs korrekter nicht sein: Wer zu viel arbeitet, versäumt sein Leben. Mir ist es allerdings zu platt beschrieben. Erfolgreicher Anwalt, neuer Mann der Ex-Frau, ernste Krankheit – hier wird echt nichts ausgelassen.

Worum geht’s? Um Überirdisches

Nein, nicht außerirdisch. Nur überirdisch. Nathan ist Anwalt und von seiner Frau getrennt, da er zu viel Zeit in die Arbeit investiert hat. Er trifft einen geheimnisvollen Arzt, der vielleicht kein Engel, aber doch Botschafter des Himmels ist. Dessen überirdische Fähigkeiten bringen Nathan dazu, sich über den Tod Gedanken machen. Und wer sich über den Tod Gedanken macht, denkt automatisch auch übers Leben nach. Was ist wirklich wichtig? Ihr erratet es schon: Die Arbeit ist es nicht. Für Liebe und Familie nimmt man sich immer zu wenig Zeit.

„Aber keine Minute verging zwischen Goodrichs unerwarteter Vorhersage und dem Augenblick, in dem der junge Mann einen Revolver aus der Tasche zog.“

Guillaume Musso: Ein Engel im Winter, S. 38 (Blanvalet, München)

Dieses Buch ist was für dich, wenn du:

  • dich an Kitsch nicht störst.
  • einer Geschichte auch dann noch glaubst, wenn überirdische Gestalten darin vorkommen.
  • dir mal wieder ins Gedächtnis rufen willst, nicht so viel zu arbeiten und deiner Familie eine höhere Prio zu geben – DAS kann man tatsächlich nie oft genug hören.

Ich habe folgendes Taschenbuch gelesen:
Musso, Guillaume: Ein Engel im Winter. 2. Auflage. Blanvalet, ein Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, München, 2005.
Herkunft: Von privat gebraucht gekauft.

Bild: (c) Susanne – aufgenommen an der Ache in Bad Hofgstein, Österreich, 2019

Susanne

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